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Kontakt

Dr. Tobias Endler

T: + 49 (0)6221 / 54 3878
F: + 49 (0)6221 / 54 3719

tendler@hca.uni-heidelberg.de

 
Aktuelles

Neuerscheinungen

2017 Drescher 276px

Michael Rodegang Drescher: Poets of Protest: Mythological Resignification in American Antebellum and German Vormärz Literature (Bielefeld: transcript, 2017)

2016turner Mormon Jesus 185px

Zeitenwende 9/11? Eine transatlantische Bilanz. Hg. von Tobias Endler, Till Karmann, Martin Thunert und Simon Wendt (Opladen: Barbara Budrich, 2016)​

 

Forschungsschwerpunkte

Transatlantische Netzwerke und Communities
im globalen Kontext

Dieses multidisziplinäre und multinationale Forschungsprojekt untersucht die Kultur der transatlantischen Beziehungen vom Beginn des Kalten Krieges bis in die Gegenwart. Erforscht werden insbesondere transatlantische Prozesse des Networking und der Gemeinschaftsbildung in den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Regierung, Militär und Populärkultur.

Das Projekt versucht auf diese Weise eine Neubewertung jener Männer und Frauen vorzunehmen, die diese transnationale Kultur des Austausches und der Kooperation geprägt haben. Es geht Prozessen des Kultur- und Wertetransfers und der wechselseitigen Adaption dieser Werte auf den Grund und entwirft ein neues Bild des atlantischen Raumes im Zeitalter der Globalisierung. Da das Projekt mehrere Jahrzehnte umspannt, wird es möglich sein, langfristigen Wandel in der Kultur von unterschiedlichen, oftmals konkurrierenden transatlantischen Allianzen zu messen, Kontinuitäten und Diskontinuitäten zu illustrieren sowie Auswirkungen großer historischer Ereignisse – wie beispielsweise das unerwartete Ende des Kalten Krieges – auf diese transatlantischen Allianzen zu bewerten.

 

Protest, Kultur und Gesellschaft: Europa und Nordamerika

Protestbewegungen gelten seit langem als signifikante Katalysatoren des Wandels, sowohl in Fragen der politischen Partizipation und der Kultur- und Wertetransformation als auch in der Entwicklung nationaler und transnationaler Zivilgesellschaften. Dieser Forschungskomplex vereinigt mehrere innovative, interdisziplinäre Ansätze aus den letzten Jahren zu Phänomenen des sozialen Wandels, Protests und Dissens.

Dabei geht es vor allem darum, sozialen Protest und Kulturen des Dissens in Europa und Nordamerika in größere politische Prozesse und soziokulturelle Zusammenhänge einzubetten, indem der Einfluss größerer historischer Entwicklungen auf eben diese Prozesse hinterfragt und die Reaktionen verschiedener gesellschaftlicher, politischer und juristischer Institutionen untersucht werden. Dieser Forschungskomplex soll mit Hilfe von Konferenzen, Workshops und internationalen akademischen Netzwerken zu einem breiteren und transnational ausdifferenzierten Verständnis von historischem und kulturellem Wandel im 20. und 21. Jahrhundert beitragen.

Projekte:

 

Afroamerikanische Geschichte:
Nationale and Transnationale Perspektiven

Die Erforschung der Geschichte von Amerikanern afrikanischer Abstammung ist zentral für das Verständnis von amerikanischer Geschichte überhaupt. Zu diesem Zweck kooperiert das Heidelberg Center for American Studies mit Dr. Simon Wendt und Prof. Dr. Manfred Berg, Inhaber des Curt-Engelhorn Lehrstuhls für Amerikanische Geschichte, einem der führenden Lehrstühle in Deutschland auf dem Gebiet der afroamerikanischen Geschichte.

Schwerpunktthemen sind die Geschichte der Sklaverei und ihrer Abschaffung, das Wahlrecht der Afroamerikaner und die Bürgerrechtsbewegung, die aus einer Vielzahl von nationalen und transnationalen Perspektiven beleuchtet werden. Auf diese Weise soll sichtbar werden, dass die Geschichte der Afroamerikaner nicht nur aufs engste mit der Geschichte der Vereinigten Staaten verstrickt ist, sondern auch weit reichende Erkenntnisse verspricht im Blick auf die Erforschung von Phänomenen wie Ethnizität, Rasse und Rassismus auf globaler Ebene.

Projekte:

Veröffentlichungen:

  • Maria Höhn and Martin Klimke, A Breath of Freedom: The Civil Rights Struggle, African American GIs, and Germany New York: Palgrave Macmillan, October 2010)
  • Martin Klimke, The Other Alliance: Student Protest in West Germany and the United States in the Global Sixties (Princeton: Princeton UP, 2010).
  • Belinda Davis / Wilfried Mausbach / Martin Klimke / Carla MacDougall (eds.), Changing the World, Changing Oneself: Political Protest and Collective Identities in West Germany and the U.S. in the 1960s and 1970s (New York: Berghahn Books, 2010)

Ausstellung:

 

Sustainable Governance Indicators 2009-2011
(Vereinigte Staaten, Kanada, Mexiko, Chile)

Das Projekt Sustainable Governance Indicators (SGI) ist der Versuch, die Reformfähigkeiten der 31 entwickelten Industriegesellschaften der OECD (Organization for Economic Cooperation and Development) empirisch zu messen. Bisherige Indizes und Rankings messen zumeist ausschließlich die wirtschaftlichen Leistungen der entwickelten Demokratien – in der Regel die Wettbewerbsfähigkeit der Volkswirtschaften – ohne dabei die Qualität des Reformmanagements der jeweiligen politischen Systeme in den Blick zu nehmen.

SGI versucht hingegen, politische, wirtschaftliche und soziale Fragen als gleichrangig zu behandeln. Angelehnt an die bewährte Systematik des Bertelsmann-Transformationsindexes besteht SGI aus zwei Teilen: einem 'Statusindex', der die Politikresultate und Reformergebnisse im Blick hat, und einem 'politischen Managementindex', der das politische Reformmanagement analysiert, misst und bewertet. HCA Mitarbeiter Martin Thunert ist als Koordinator für die Region Nordamerika (Vereinigte Staaten, Kanada, Mexiko) und seit 2010 auch für Chile zuständig.

 

Semantische Prägung von Texten am Beispiel des Amerikabildes seit 2001

Texte weisen an ihrer sprachlichen Oberfläche semantische Prägungen auf, die jenseits eines hermeneutischen Textverständnisses auf thematisch-inhaltliche, diskursiv-argumentative, kognitive und/oder emotive Aspekte dieses Textes sowie auf seine soziale Verortung und Kulturspezifik verweisen.

Anhand einer bestimmten Fallstudie – des Wandels des Amerikabildes in den Jahren zwischen 2001 und 2008, wie es in öffentlichen Debatten (Zeitungen, Diskussionsforen etc.) konstruiert wird – soll in diesem Projekt ein neues computergestütztes Analyseverfahren entwickelt werden, das es erlaubt, Aussagen über die semantische Prägung von Texten und großen Textkorpora im Hinblick auf Autoren, Themen und Kommunikationsbereiche zu machen. Die induktive Entwicklung neuer textanalytischer Kategorien aus der sprachlichen Oberfläche anhand statistischer Auffälligkeiten ist ein innovativer Beitrag zu den Grundlagen der Sozial- und Kulturwissenschaften. Dieses Forschungsprojekt wurde gefördert durch den Innovationsfond FRONTIER der Universität Heidelberg. Projektkoordination: Martin Klimke (HCA), Joachim Scharloth (Freiburg/Zürich), Noah Bubenhofer (Zürich).

 

 

HCA: hca@uni-hd.de
Letzte Änderung: 07.03.2016
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